Holzkohle von Greek Fire

Von der Firma Greek Fire habe ich einen Karton Holzkohlebriketts zum Testen bekommen. Wenn ihr wissen möchtet, wie sie sich geschlagen haben, solltet ihr weiterlesen. 🙂 

Auf dem Karton verspricht der Hersteller die folgende Eigenschaften:

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Diesen Punkten wollte ich einmal auf den Grund gehen. Den letzten Punkt, gute Lagermöglichkeit, kann ich ohne groß zu testen schonmal bestätigen. Den rechteckigen Karton kann man gut in der Garage, etc. aufbewahren und somit etliche Kilogramm an Holzkohlebriketts übereinander stapeln. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Säcken mit Briketts ist das schonmal ein Vorteil.

Kommen wir dann zum Punkt „reines Naturprodukt„. Auf der Website von Greek Fire gibt der Hersteller an, dass die Briketts aus „Eiche/Buche/Hartholz“ hergestellt werden. Das Holz wird gemahlen und die Briketts aus dem Mehl ohne künstliche Bindemittel gepresst. Dadurch soll das „Spritzen und Qualmen“ der Holzkohle vermieden werden. Dies kann ich voll und ganz bestätigen. Hierzu im Folgenden nun aber mehr.

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Zunächst habe ich zwei Anzündkamine mit Holzkohlebriketts zu jeweils 3/4 gefüllt. Links die Greek Fire und rechtshin Profagus Grillis. Letztgenannte nehme ich üblicherweise für die meisten Jobs am Holzkohlegrill her. Ich wollte beide Kohlearten lediglich in ihrem Anzündverhalten vergleichen. Die Hitzeentwicklung von beiden Kohlen über die gesamte Brenndauer habe ich nicht verglichen.

Um 10:40 Uhr habe ich die Anzündkamine gleichzeitig gestartet. Nach 5 Minuten haben die Grillis angefangen zu qualmen.

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Einige Minuten später hat es ordentlich geraucht! Die Briketts waren stets im Trockenen gestanden und keiner Feuchtigkeit o.ä. ausgesetzt.

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Aus dem linken Anzündkamin kam überhaupt kein Rauch oder Qualm. Insofern kann ich den Punkt „kein Qualmen“ gänzlich bestätigen. Da ich zeitweise ja auch auf dem Balkon grille, ist dies für mich auf jeden Fall ein wichtiger Punkt.

Hier die Anzündkamine 20 Minuten nach dem Start im Vergleich:

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Bei den Profagus Grillis ist schon ordentlich Feuer zu sehen, bei den Greek Fire noch nichts. Nach weiteren 15 Minuten, also nach insgesamt 35 Minuten, waren die Grillis durchgeglüht.

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Die Greek Fire haben 5 Minuten länger gebraucht und waren nach insgesamt 40 Minuten durchgeglüht.

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Nachdem ich beide Anzündkamine von ihrer Unterlage entfernt hatte, konnte man erkennen, dass die Grillis deutlich mehr Staub hinterlassen hatten.

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Mein Zwischenfazit zum Anzündverhalten: Die Greek Fire haben etwas länger gebraucht um durchzuglühen. Dafür waren sie in ihrem Volumen aber beständiger. Die Grillis haben deutlich an Volumen eingebüßt und sind im AZK etwas zusammengesackt.

Nun zum Brenndauertest der Greek Fire Briketts. Die Kohle aus dem Anzündkamin habe ich gegen 11:20 Uhr in zwei Kohlekörbe in meinem Weber One Touch Platinum geschüttet.

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Nach kurzer Aufheizphase des Grills konnte auf dem Deckelthermometer, bei indirektem Setup, eine Temperatur von ca. 250°C festgestellt werden. Das Thermometer war hierbei natürlich nicht über der Kohle platziert.

Anschließend habe ich den Grill auf eine Temperatur von etwa 180°C eingeregelt. Ich habe einen Schweinerücken auf Hawaiiart gemacht. Hierzu aber demnächst in einem anderen Beitrag mehr!

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Die Briketts nach einer Stunde im eingeregelten Grill.

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Gegen 13:20 Uhr, nach zwei Stunden. Die Temperatur war immer noch 180°C. Der Grill war zwischendurch geöffnet, weil der Schweinerücken fertig war.

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Nach einer weiteren Stunde, die Temperatur war immer noch 180°C.

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Die Briketts nach vier Stunden. Temperatur war immer noch 180°C.

Nach vier Stunden im Kugelgrill habe ich den Test beendet. Während der gesamten Dauer stand die Temperatur von 180°C fest. Der Grill habe ich zwischendurch mehrmals geöffnet. Jede Stunde um ein Foto zu machen und noch zwei weitere Male um Käse auf den Schweinerücken zu legen und um den fertigen Rücken vom Grill zu nehmen. Die Temperatur kam nach jedem Öffnen problemlos wieder auf die 180°C zurück. Gefühlt kann ich sagen, dass die Briketts dies vermutlich noch eine weitere Stunde geschafft hätten.

 

Mein Gesamtfazit: Zunächst möchte ich der Firma Greek Fire dafür danken, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, ihr Produkt zu testen. Die Holzkohlebriketts haben mich auf ganzer Linie überzeugt.

Sie sind im Vergleich zu anderen Briketts zwar etwas teurer, haben dafür aber sehr gute Eigenschaften. Für mich ist das nicht vorhandene Qualmen beim Anzündvorgang  ein klarer Vorteil. Dies liegt an der beworbenen Eigenschaft, dass keine chemischen Zusatzstoffe verwendet werden. Vermutlich deshalb konnte ich auch kein Spritzen der Kohle feststellen.

Die festgestellte maximale Hitze beim indirekten Setup im Grill war auch ordentlich. Insofern kann ich dem Punkt „starke Hitze“ zustimmen. Die Brenndauer von 4-5 Stunden und die minimale Aschebildung kann ich, wie auf den Bildern zu sehen, auch bestätigen.

Für mich sind die Holzkohlebriketts von Greek Fire eine klare Alternative zu denen der Mitbewerber. Gerade deshalb, weil sie nicht qualmen, werde ich sie künftig auch bei Sessions mit dem Kugelgrill auf dem Balkon einsetzen. Die aufgezeigten Vorteile überwiegen den, wie ich finde verschmerzbaren, leicht höheren Preis.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ich die Eigenschaft „Ablöschen mit Wasser und anschließend erneute Verwendung“ nicht getestet habe. Ich schließe nach dem Grillen immer sämtliche Luftzuführungen des Grills und lasse so die Kohle erlöschen. Aus diesem Grund ist das Ablöschen der Kohle mit Wasser für mich eher nebensächlich.

Ich hoffe mein Test hat euch gefallen und ihr könnt dadurch ein paar Erkenntnisse mitnehmen. Über den ein oder anderen Kommentar freue ich mich natürlich!

Grüße!
Bo

One thought on “Holzkohle von Greek Fire

  • 12. November 2015 at 21:48
    Permalink

    Leider gab es einen Datenbankfehler bei meinem Provider. Deshalb habe ich den Beitrag jetzt nochmal veröffentlicht. Außer meiner Statistik und dem Beitrag für Samstag ist aber glücklicherweise nichts draufgegangen… 😉

    Grüße!
    Bo

    Reply

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